Auch wer selbst nicht Weihnachten feiert, kann in dieser Jahreszeit die Nächstenliebe besonders groß schreiben. Das haben zwei Herner Moscheevereine mit einer großen Spende an die Herner Tafel bewiesen. Nach einem Freitagsgebet wurde in den DITIBMoscheen Herne und Wanne-Eickel für bedürftige Familien gesammelt.
"Vielen war es ein großes Bedürfnis gerade als Muslime zu zeigen, dass sie an Weihnachten an ihre christlichen Mitbürgerinnen und Mitbürger denken. Den Nachbarn zu helfen gehört zu unserer Religion", sagte die Initiatorin der Sammlung, Nurten Özçelik, die auch dem Herner Integrationsrat angehört. "Wir leben in dieser Stadt, deshalb ist es für uns selbstverständlich, zu helfen", ergänzte der Imam der Herner DITIB-Moschee Ali Riza Yavuz. Gemeinsam übergaben Vertreter der beiden beteiligten Moscheevereine heute bei der Tafelausgabe an der Buschkampstraße insgesamt 600,- € und machten sich gleichzeitig ein Bild von der Arbeit des gemeinnützigen Vereins. Auch wenige Tage vor dem heiligen Abend wurden dort Lebensmittel an Herner Bürger und Familien ausgegeben, die von einer niedrigen Rente, von Arbeitslosengeld II oder von der Grundsicherung leben.
Besonders froh waren die Tafelkunden heute auch über die ersten Weihnachtsgeschenke, die großzügige Hernerinnen und Herner zuvor gepackt und bei der Tafel abgegeben hatten. Mehrere hundert Lebensmittel- und Geschenkpakete können nun bis Weihnachten an die Bedürftigen verteilt werden, um auch bei ihnen für eine kleine Überraschung unter dem Tannenbaum zu sorgen.
Der Schatzmeister der Herner Tafel e.V., Heinz Niehoff, bedankte sich bei den Moscheevereinen für die Spende, die für das Alltagsgeschäft der Tafel benötigt wird. "Das ist praktizierte Nächstenliebe. Wir erhalten keine öffentlichen Gelder, sind also auf solche wunderbaren Aktionen angewiesen, um den Tafelgedanken auch langfristig aufrechterhalten zu können", erklärte der frühere Sparkassenvorstand bei der heutigen Übergabe.
